Sommersonnenwende – ein Fest für die Sinne und für deine Vision

Die magische Mittsommernacht!

Der Tag und auch die Nacht des 21. Juni sind wundervoll, um in der Mitte des Jahres Innezuhalten und zu schauen, was bisher geschehen ist, wofür wir dankbar sind, wo wir uns verzettelt haben und wonach wir uns eigentlich im Tiefsten Inneren sehnen...

Es ist die perfekte Zeit, um Rückschau zu halten, für Dankbarkeit, Altes loszulassen und unserer Visionen & Wünschen nachzuspüren.

Feiere diesen Sonnentag - am besten mit lieben Menschen oder auch allein. Hier findest du Ideen für dein Fest und dein Visions-Ritual.


Die Sommersonnenwende – ein uraltes Fest

Zur Sommersonnenwende Feste zu feiern hat eine uralte Tradition. Schon die Kelten haben die Sonnenwende gefeiert. Es hiess, man könne in der Mittsommernacht kurzzeitig übernatürliche Kräfte erlangen. Es wurden traditionell magische Kräuter zur Zubereitung von Heil- und Zaubertränken geerntet. Das Johanniskraut ist nur eines von vielen - es trägt die volle Kraft der Sonne und wirkt aufhellend und natürlich antidepressiv - was sonst? 

 

Sogar die ältesten Bau-und Kunstwerke, die von Menschen erschaffen wurden, verweisen auf die Sommersonnenwende:

der Turm von Jericho aus dem 9. Jahrhundert v. Chr., die steinzeitliche Kultstätte Stonehenge um 2500 v. Chr. in  Amesbury in Wiltshire, England und auch die Himmelsscheibe von Nebra, ca. 2200 v. Chr., Sachsen-Anhalt.

 

Die Sonne wird in allen Kulturen als goldene Scheibe dargestellt und repräsentiert Kraft, Liebe, Aktivität, Freude, Stärke, Heilung. Weil mir die Symbolik der Sonne und des Goldes so viel bedeutet, habe ich die Goldscheibe kreiert, die du übrigens im Workshop "deine Goldscheibe" selbst vergolden kannst. So stahlt sie in deinen Räumen das ganze Jahr über.

Die Sommersonnenwende ist der Tag,

  • an dem die Sonne ihren Höhepunkt des Jahres erreicht – der längste Tag, mit dem vollen Licht!
  • für magische & kraftspendende Rituale, für Tanz und Musik,
  • an dem an vielen Orten der nördlichen Halbkugel gefeiert wird,
  • um die Natur zu geniessen und sich leidenschaftlich der Liebe hinzugeben.

Die Sommersonnenwende ist ideal für Rituale, um mit Altem abzuschließen und neue Kraft zu gewinnen. Denn jetzt ist die Energie des Jahres voll da und kann genutzt werden.

Und genau das gelingt uns hervorragend mit der Visionscollage!

Du hast keine Zeit zu kommen, oder einen zu langen Weg nach Bern...?

Mach dir trotzdem einen tollen Tag und feiere dein Ritual - allein oder mit lieben Menschen.

Hier findest du Ideen für dein Sommerwend-Fest

Wie du deinen Tag, den Abend oder auch nur eine freie Stunde gestaltest, bleibt dir überlassen. Du kannst Kerzen anzünden, Feuer machen, meditieren, tanzen, singen - was du willst, Hauptsache es fühlt sich nach Spass und Freude an! 

  1. Geniess die Fülle, die uns die Natur schenkt: Egal was du tust, geh auf jeden Fall in die Natur, mach einen Spaziergang, sammle Kräuter, oder pflücke einen schönen Wildblumenstrauss. Auch wenn es regnen sollte – die Sonne ist immer da. Lass dich von ihr und der Natur inspirieren von Innern heraus zu strahlen.
  2. Finde einen Bach, einen Fluss oder See und wirf drei Münzen ins Wasser. Das soll dir Wohlstand bringen.
  3. Entzünde ein Feuer – dein Sommerwendfeuer – Johannisfeuer, Sonnenfeuer. Tanze darum herum, wenn du magst. Die Kelten hatten den Brauch, über diese Feuer zu springen – das sollte Glück bringen. Aber Vorsicht, gell! Ich persönlich bevorzuge es zu tanzen...;)
  4. Es hiess, in der Mittsommernacht habe jeder einen Herzenswunsch frei. Deinen Wunsch kannst du auf einen Zettel schreiben und an diesem Tag oder Nacht verbrennen. Solange es sich um einen wahren Herzenswunsch handelt, werden diese Wünsche in Erfüllung gehen.
  5. Die Nacht der Sommersonnenwende soll sogar besonders günstig für Liebes- und Heilzauber sein und für den Wandel negativer Energien in positive! 
  6. Finde in Zeitschriften Bilder und Farben, die dich ansprechen und mach deine Collage daraus. Damit richtest du deine Energie auf das, was du in dein Leben ziehen möchtest.
  7. Ausserdem ist der Mittsommer die Nacht der Liebenden! Hochzeiten an diesem Tage stehen unter einem besonders guten Stern. (und das kann ich absolut bestätigen - es ist unser Hochzeitstag :)

Nimm an diesem Tag folgende Fragen mit und finde etwas Zeit, sie für dich zu beantworten, am besten mit Papier und Stift. 

  • Wie hast du dich in den vergangenen sechs Monaten gefühlt? Was hast du erlebt? Worauf darfst du stolz sein und was möchtest du feiern?
  • Wofür und für wen bist du so richtig dankbar?
  • Welche Menschen haben dich begleitet?
  • Über was hast du dich vielleicht geärgert, warst du wütend, hat dich beschäftigt oder berührt?
  • Wo hast du den Kurs verloren und möchtest dich wieder neu ausrichten?
  • Was hat dir Energie genommen?
  • Was hat Dein Leben bereichert?
  • Wovon möchtest du noch mehr haben und was noch mehr machen?
  • Welche Herzenswünsche hast du noch nicht gelebt?

Auch die Sterne geben grünes Licht für diesen Tag

Gern zitiere ich aus den Sternen-News von meiner Lieblingsastrologin Silke Schäfer, die die kommende Woche so beschreibt:

«...So wird diese Woche ausgesprochen herrlich sein für all diejenigen, die künstlerisch aktiv sind und die Liebe in das Zentrum ihres Wirkens stellen.»

« Alles in dieser Woche dient der Entwicklung eines gesunden Fülle-Bewusstseins.»

Na das klingt doch genial, oder?

Wünsche, Träume & Visionen

In den letzten drei Jahren habe ich die Workshops Visionscollage jeweils auf Ende- oder Anfang des Jahres gelegt (Raunächte) und in die Jahresmitte (Sonnenwende). Beides grossartige Zeitfenster, die schon von unseren Vorfahren seit alters her für mystische Feste und Rituale genutzt wurden.

 

Auf diese Workshops freue ich mich immer mega und sie liegen mir am Herzen. Denn ich habe damit so viel positive Erfahrungen in den letzten 15 Jahren machen dürfen. Es ist ein schöner Moment, um sich mit der eigenen Vision und unserem Weg zu befassen, sich dafür eine Auszeit zu geben, und all diesen Fragen in Ruhe nachzugehen -allerdings nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen. Und in der Gruppe ist es am stärksten, weil die Energie sich vervielfacht.

Die Kraft einer Visionscollage

ALLES, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, wird grösser...

Durch das intuitive Finden von Bildern aus Zeitschriften und das Zusammenstellen in einer Collage entsteht ein Bild, dass grosse Wirkungskraft hat. Das ist ein äusserst kreativer Prozess.

Eine solche Collage zu deinen Herzenswünschen und zu deiner Vision zu gestalten ist Kreativität im wahrsten Sinne des Wortes! Ich hatte im letzten Blog über Kreativität geschrieben. Es ist das Schöpfen aus deiner Quelle. Du verbindest dich mit deinem Herzen und lässt deine persönliche Vision aufsteigen. Das geschieht nicht mit dem Kopf und grüblerischem Denken, sondern ganz leicht aus der Ruhe und deiner Mitte heraus.

Wie feierst du die Sonnenwende? Kennst du andere oder weitere Rituale, Bräuche und Traditionen? Bitte teile sie mit mir und allen anderen im Kommentarfeld. Vielen Dank dafür!

Ich wünsche dir ein wundervolles Fest!

Alles Liebe, Julia


PS: ich weiss es wird zu lang, aber ich kann es nicht lassen... zum Sonnwendfest gehört das Johannisfest natürlich auch dazu, also kurz noch erwähnt - der Vollständigkeit halber...

Das Johannisfest und die Sonnenwendfeier

Der Geburtstag Johannes des Täufers wird am 24. Juni gefeiert. Die Kirche hat oftmals vorchristliches Brauchtum aufgenommen um ihren Glauben zu verbreiten und ihre Feiertage genau auf diese Zeit gelegt. So auch mit dem alten Fest der Sonnenwende. So fondet der Johannistag am 24. Juni statt, die Johannisnacht ist die Nacht vom 23. auf den 24. Juni.

Wie auch die Sommersonnenwende, so wird es besonders auf der Nordhalbkugel gefeiert. Und durch die Christianisierung ist es auch in Südamerika weit verbreitet.

 

Die Sonnenwendfeier

Es ist ein alter Brauch in der Johannisnacht, also in der Nacht vor dem Johannistag, das Johannisfeuer zu entfachen. Dies steht in engem Zusammenhang mit der Symbolik von Feuer und Sonne und auch der Sommersonnenwende. Vielerorts wird das Feuer in Form eines Rades abgebrannt, das als Sonne gedeutet wird.

So wird das Johannisfeuer auch Sonnenfeuer oder Sonnwendfeuer genannt.

Bräuche zum Johannistag

Nicht nur die Johannisfeuer haben Tradition. Unzählige weitere Bräuche und Rituale sind eng mit dem Johannisfest verbunden. Hier habe ich nur ein paar davon zusammengetragen:

  • Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer Dämonen abwehren, die Krankheiten hervorrufen und vor Hagelschäden bewahren.
  • Der Johannistag galt als frühester Beginn der Heuernte und des Abmähens der Wiesenpflanzen.
  • Die Zeit um den Johannistag gilt als besonders günstige Zeit für das Sammeln von Kräutern, weil ihnen zu diesem Zeitpunkt besondere Kräfte zugesprochen werden.
  • In der Johannisnacht in Flüssen und Seen schweigend ein Bad zu nehmen sollte einen besonderen Schutz vor Krankheit spenden.
  • Um sich von Krankheiten zu heilen und sich davor zu schützen sollte man sich auch mit dem Tau der Johannisnacht einreiben oder darin «baden». Dies sei voller Kraft und Segen.
  • Weit verbreitet war früher das Backen von Johanniskuchen. Im Elsass wurde er am Festtagsmittag in noch warmem Zustand nach Hause getragen, woher offenbar die Redensart „Hans Dampf in allen Gassen“ stammt.
  • Früher band man sogenannte „Johannissträuße“, die meist aus sieben Kräutern bestanden und stellte sie in die Vase. Man glaubte, dass die Kräuter am Johannistag besonders hätten.
  • Gebunden Kränze aus Kräutern, sog. „Johanniskränze“ im Haus aufgehängt oder verschiedene Kräuter in einer Vase «Johannissträusse» wurden starke Heilkraft zugesprochen.
  • Eine sogenannte „Johanniskrone“ wurde aus Zweigen und Laub geflochten und geschmückt und darunter getanzt.
  • Traditionell werden heute noch im Juni in deutschen Städten Brunnenfeste gefeiert. Diese Feste fanden häufig um den Johannistag statt (der Täufer).

Mein Lieblingsritual: Es gibt auch den Brauch, einen Johannisstrauß in der Nacht vor dem Johannistag unter das eigene Kopfkissen zu legen, um so das Liebesglück zu erhalten.

Schön, oder?

Johanniskraut wächst auf Wiesen und ist sehr häufig zu finden. Ihm werden übrigens wunderbare Heilwirkungen zugeschrieben. Es wirkt antidepressiv, angstlösend, beruhigend und entzündungshemmend. Es trägt die volle Sonnenkraft in sich und ist natürlich gelb. Legt man die Blüten in Öl ein, so wird das Öl rot. Es ist als hochwertige homöopathische Heiltinktur der Fa. CERES in Apotheken erhältlich, liesse sich aber auch selber machen.

Ein sehr gutes Nachschlagewerke zu Heilpflanzen und Urtinkturen. Die Autoren Hildegard und Roger Klabermatten sind die Besitzer der Fa. CERES mit Sitz in Kesswil am Bodensee.

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Kommentare: 2
  • #1

    Violaine Dussex (Samstag, 23 Juni 2018 19:32)

    Liebe Julia
    Danke sehr für die Anregungen zum Sommersonnenwendefest! Am 21. abends verbrachte ich eine wunderbare Zeit am Neuenburgersee mit meiner Tochter. Wir waren an einem Strand inmitten der Cariçaie, visavis von Neuenburg. Picknickten dort, tranken Wein aus der Flasche, weil wir die Gläser vergessen hatten. Wir blieben lange, bis zur Dämmerung. Der See war wild, die Leute waren gegangen, den ganzen Strand für uns alleine! Wir fühlten uns wie in den Ferien am Meer. Die untergehende Sonne verfärbte den Himmel, es war einfach traumhaft! Nur das offene Feuer fehlte noch, doch wegen des heftigen Windes verzichteten wir darauf. Ein Feuer machte ich gestern Abend ganz für mich alleine, schrieb meinen Herzenswunsch auf einen Zettel und verbrannte ihn. Ich setzte mich auch mit den Fragen in deinem Blog auseinander. Das tat sehr wohl. Einzig die allgemeine Fussballeuphorie (Feuerwerk, Hupkonzert in der Stadt, Aufheulen der Motoren, dieses Machogehabe) passte nicht zu meinem besinnlichen Abend... und dann motzte auch noch ein Nachbar wegen des Rauches, aber ich liess mich nicht davon abhalten, ein ordentliches Feuer zu machen!!
    Herzlich
    Violaine

  • #2

    Julia Bigler (Donnerstag, 05 Juli 2018 10:56)

    Liebe Violaine, das klingt nach einem ganz besonderen Erlebnis, das du mit deiner Tochter in der Mittsommernacht hattest! Und du hast es so bildlich geschildert, dass ich richtig dabei war. Vielen Dank dafür! Ja, die Fragen finde ich auch so stark und ich merke immer mehr, dass besonders die Dankbarkeit uns hilft auch schmerzvolle Erlebnisse und Erfahrungen mit Menschen loslassen zu können, so dass wir wieder frei sind für all das Neue, was sich zeigen will. Herzensgrüsse an dich, Julia