Kreativität bedeutet mir so viel – warum? Meine ganz persönliche Geschichte dazu

Sie bezaubern mich seit jeher – die Pusteblumen!

 

Vor einem Jahr habe ich im Samenträger des Löwenzahns mein Signet gefunden.

 

Er ist für mich Sinnbild all dessen, was ich mit Kreativität verbinde, mit meinem Atelier & Workshops und mit alldem, was ich in die Welt tragen und wozu ich die Menschen ermutigen möchte:

 


Der Samenträger verkörpert für mich entscheidende Qualitäten:

Leichtigkeit, Entfaltung, Fruchtbarkeit, Sichtbarkeit & Freude, 

 das Zarte, Fülle, Magie, Wunder & unerschöpflichen Reichtum.

All diese Qualitäten stecken auch in uns - wir brauchen uns nur darauf zu besinnen und den Mut aufbringen sie zu leben.

Durch Krankheit zu einem erfüllten Leben

Ich erzähle dir hier meine ganz persönliche Geschichte, wie ich durch „Krankheit“ den Mut gefunden habe meinen Herzenswunsch zu leben und die Kreativität zum Mittelpunkt meines Lebens zu machen.

 

15 Jahre lang litt ich unter starken Schmerzen am ganzen Körper. Anfangs verdrängt und ignoriert, liessen die wandernden Schmerzen, Versteifungen und Schwellungen besonders an Armen und Beinen meinen Alltag unerträglich werden.

Anfangs wurde mir Rheuma prognostiziert, später Borreliose und dass es keine Heilung gäbe, lediglich eine Schmerztherapie mit starken Medikamenten bis an mein Lebensende.

 

Doch das konnte und wollte ich nicht akzeptieren. Für mich war klar, dass diese Schmerzen Signale meines Körpers waren, die mich auf ETWAS aufmerksam machen wollten.

 

Am meisten Sorgen machten mir meine Hände. Waren sie doch mein Kapital als Gemälderestauratorin und Dozentin. Ich wollte mich wieder frei bewegen können, laufen, schwimmen, wandern.

Vor allem aber wurde mir meine grösste Angst bewusst, dass ich mit diesen Einschränkungen vielleicht nicht mehr malen und handarbeiten konnte - kurz:

Ich wünschte mir sehnlichst, all meine Freuden wieder leben zu können, die ich seit Jahren allzu sehr vernachlässigt hatte!

Nachdem ich meinen Wunsch so klar vor Augen sah und die Schmerzgrenze des Erträglichen erreicht war, wollte ich wissen, wozu meine Hände überhaupt noch in der Lage waren. Es war ein Moment des inneren Ringens zwischen der Resignation und dem Mut neue Wege zu gehen.

 

Ich meldete mich bei einer Töpferin für drei Vormittage an, um an der Drehscheibe Gefässe zu modellieren.

Das war schon immer ein Herzenswunsch von mir gewesen.

 

Zum ersten Mal sass ich nun vor einer Töpferscheibe. Das mag unspektakulär klingen, doch es fühlte sich aufregend an! Und es war ein magischer Moment, denn da passierte ganz viel in mir:

 

Meine Hände waren zwar durch die Versteifung beeinträchtigt, doch während der Konzentration auf die Arbeit mit dem Ton und das Gefühl vom weichen, feuchten, glatten Material, kam eine kindliche Freude auf. 

Indem ich meinen langersehnten Bedürfnissen nachkam, setzte ich einen neuen Fokus und die Saat für bewusstes Handeln.

Aus diesem Erlebnis schöpfte ich Mut und Vertrauen. Ich fasste den Entschluss, meinem handwerklich kreativen Bedürfnis wieder Raum zu geben, alternative Behandlungsformen für die „Krankheit“ zu finden und mich von meinem Herzen leiten zu lassen.

Die damals entstandenen Gefässe sind nichts Grossartiges – doch für mich sind es kleine Heiligtümer, die unsere Familie täglich im Haushalt begleiten. Schalen und Gefässe – zum Füllen, für Nahrung & Dekoration, zum Anbieten.

All das kostete mich viel:

Viel Geld, viel Zeit, viel Aufmerksamkeit. Und all das war es wert und hat sich total gelohnt!

 

Heute, fünf Jahre später, bin ich die schlimmsten Schmerzen und Schwellungen los und fühle mich wieder frei und beweglich! Es ist fast nicht zu glauben – es ist mein Wunder!

(Ja, erlaube dir schöpferisch zu sein...Du trägst dein Wunder in dir! Daher stammt mein Leitsatz :) 

 

Der ganzheitliche Heilungsprozess brauchte neben dem Mut eine neue Richtung einzuschlagen, ganz viel Liebe und Dankbarkeit mir selbst gegenüber, dem Leben und meinen Mitmenschen, Bewusstwerdung, Klärung und Auflösung von alten bekannten und unbekannten Themen und ausserdem naturheilkundliche Anwendungen.

Du musst nicht alles alleine schaffen

Such dir Hilfe!

Ganz allein hätte ich das nicht erreichen können. Ich habe mir Hilfe geholt und auf diesem Wege einige wundervolle Menschen getroffen, die mich unterstützt, behandelt und begleitet haben.

Nicht zuletzt hat mich immer auch meine Familie gestärkt, indem sie einfach an mich glaubte. Allen voran mein Mann und mein Sohn.

Es war eine intensive Zeit! Und ich bleibe weiterhin dran. 

Schicksalsschläge oder Stolpersteine stellen sich im Leben wiederholt ein – sie sind auch wichtig für unser inneres Wachstum.

Ich habe gelernt diese Herausforderungen anzunehmen, habe Möglichkeiten gefunden damit umzugehen und wertvolle Lebenshilfen entdeckt. 

Zu meinem Heilungsprozess hat das kreative Arbeiten massgeblich beigetragen: meinen Inspirationen zu folgen, mit meinen Händen etwas zu erschaffen, in unterschiedlichsten Themenbereichen zu experimentieren - vom Herz zur Hand!

Die Arbeitsstelle als Dozentin für Restaurierung und Konservierung habe ich vor vier Jahren an den Nagel gehängt – ohne zu wissen wohin die Reise geht.

Für die Kenntnisse, die ich in dieser Position erworben habe, bin ich extrem dankbar. Jetzt darf ich mein Wissen rund um die verschiedenen Maltechniken im gestalterisch-kreativen Bereich weitergeben.

 

So ist mit den "Glanzlichtern" ein Workshop entstanden, der historische Techniken vermittelt, die mit eigenen Motiven umgesetzt werden können. Und der Workshop "Acrylmalerei intuitiv & expressiv" hat sich aus meinen langjährigen experimentellen Arbeiten entwickelt, bei dem die innere Stimme Ausdruck auf der Leinwand finden darf.

 

Mit meinem Atelier habe ich Räume geöffnet, die perfekt geeignet sind für kreatives Arbeiten, zum Erlernen verschiedener künstlerischer und gestalterischer Techniken. Es sind Räume zum Wohlfühlen und ein Ort für den gegenseitigen wertschätzenden Austausch.

Neben den Workshops, dem Atelier und den Malsessions werde ich in regelmässigen Abständen Atelier-Apéros zu verschiedenen Themen anbieten mit einem Kurzvortrag von mir oder Gastreferenten.  

Der nächste Atelier-Apéro steht ganz im Zeichen der Hinterglasmalerei, dem aktuellen Thema der "kreativen Stunden".

Nächster Atelier-Apéro

Mittwoch, 14. Juni 2017 von 19:00 bis 21:00 Uhr

mit einem Kurzvortrag von mir zum Thema Hinterglasmalerei.

 

Ich würde mich riesig freuen, dich zu sehen!

Es ist die Gelegenheit, bei einem Glas Prosecco andere kreativ interessierte Menschen zu treffen, KursteilnehmerInnen wiederzusehen oder Partnerinnen, Partner oder Freunde mitzunehmen.

 


Der Apèro ist kostenlos, jedoch aus Platzgründen ist eine verbindliche Anmeldung erbeten.

 

Mit farbenfrohen Grüssen, Julia Bigler

Wir sind ein Feld unerschöpflicher Möglichkeiten...

Kennst du ähnliche Erfahrungen, hast du Ergänzungen oder Fragen zu dem, was ich schreibe? 

Ich freue ich mich über deinen Kommentar oder eine persönliche Mail! 

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Kommentare: 2
  • #1

    Elsig Sandra (Dienstag, 23 Mai 2017 18:56)

    Liebe Julia, ein wahnsinnig berührender Artikel. Er hat mein Herz berührt. Ich bin so dankbar, dass sich unsere Weg gekreuzt haben. Ich habe Dir noch grad eine Mail gemacht. Herzgruss zu Dir. Sandra

  • #2

    Julia Bigler (Mittwoch, 24 Mai 2017 11:47)

    Liebste Sandra,
    tausend Dank für dein liebes feedback! Es hat mir so gutgetan, denn ehrlich gesagt, als ich den Blog geschrieben hatte, da kamen in mir diese Bedenken auf, ob es zu viel ist, so persönlich zu werden. Du bist mit deinen Texten auch immer so offen und ehrlich und genau das gefällt mir so gut.
    Auch, ich bin glücklich, dich getroffen zu haben. Du bist ein Schatz und übrigens deine Pusteblume mit dem Hearthero ist ja unglaublich schön! Alle lieben Grüsse an dich, Julia